Braucht man wirklich einen Hochzeitsfotografen? – das ist eine Frage, die sich sicherlich viele Paare stellen, wenn sie ihre Hochzeit planen. Klar, man spart viel Geld, wenn man Verwandte und Freunde mit den Handys fotografieren lässt. Und der Onkel oder Bruder oder die Mama haben ja schließlich auch diese tolle Kamera. Warum sollten sie nicht einfach ein paar Fotos machen? Dieser Frage wollen wir nachgehen. Vorneweg wollen wir aber sagen, dass dies natürlich jeder für sich allein beantworten muss. Fotos haben nicht für jeden diesen hohen Stellenwert, wie sie es für uns und viele Brautpaare haben. Aber wenn wir davon ausgehen, dass euch Fotos eurer Hochzeit am Herzen liegen und ihr immer wieder an diesen Tag erinnert werden wollt, dann ist dieser Text vielleicht interessant für euch.

Wir haben bei Instagram und Facebook nach Erfahrungen mit oder ohne Fotografen gefragt, weil wir nicht nur unsere eigene Sicht auf diese Thematik, sondern auch Gedanken und Geschichten von einer breiteren Masse mit einfließen lassen wollten. Die Flut an Nachrichten hat uns überwältigt, nicht zuletzt, weil die meisten sehr emotional und intensiv waren. Bis auf zwei Nachrichten, auf dir wir am Ende eingehen wollen, waren alle der Meinung, dass ein Hochzeitsfotograf unverzichtbar ist. Wir hatten auch konkret nach Bildern von Freunden/Verwandten gefragt, die wir für einen Vergleich nutzen wollten. Hierbei geht es uns nicht um eine Bloßstellung, sondern lediglich darum einfach mal den Unterschied von Privat- und Profifotos zu sehen und zu zeigen.

 

 

Aber fangen wir von vorne an. Es gibt da in der Familie oder im Freundeskreis jemanden mit einer guten Kamera. So wird es ja immer gesagt. Welche Vorteile habt ihr? Ganz klar: weniger Kosten, ihr müsst euch nicht weiter um diesen Punkt im Vorfeld kümmern, spart also auch Zeit und Aufwand. Außerdem  habt ihr nicht einen weiteren fremden Dienstleister bei eurem großen Tag dabei, habt da vielleicht auch einfach keine Bedenken, dass euch etwas unangenehm sein könnte, eventuell auch, weil ihr gar nicht so gern fotografiert werdet.

Wir nennen diesen Verwandten oder die Freundin mit der guten Kamera jetzt einfach mal XY. Und unsere Ausführungen sind natürlich nicht allgemein gültig. Natürlich kann auch jemand ohne die entsprechende Erfahrung ein Händchen für den richtigen Moment haben und die passende Ausrüstung besitzen. Was wir aber in fünf Jahren Hochzeitsfotografie erlebt haben, hat gezeigt, dass dies sehr selten vorkommt.

XY ist also jetzt als Gast und als Fotograf/in auf eurer Hochzeit. Während der Trauung steht XY einige Male auf und macht Bilder. Nach der Trauung macht XY einige Bilder von den Gratulationen, dann stellt er/sie sich selber an, um euch zu gratulieren. Sektempfang, Shooting, Feier und all die Elemente des Tages werden mal mehr, mal weniger detailiert festgehalten. XY fotografiert, was er/sie selber gerade schön oder wichtig für die Erinnerungen findet. Ihr investiert unglaublich viel in die Deko, aber XY fallen die ganzen liebevollen kleinen Details gar nicht auf. Ihr habt ein ganz besonderes Buffet oder Dinner gewählt. XY findet Fotos vom Essen aber unnötig oder ist gerade selbst so hungrig, dass es ihr/ihm entgeht zuvor zu fotografieren. Ihr bekommt Bilder von euch als Paar und Einzelportraits, aber hat XY auch auf diese ganz besonderen Ohrringe oder die Manchettenknöpfe geachtet? Klar wurde der Ringtausch fotografiert – aber wie haben eure Liebsten diesen Moment eigentlich erlebt?

Natürlich könnt ihr versuchen XY auf all das hinzuweisen. Aber könnt ihr dann den Tag genießen?

 

 

Wir bekamen eine Zuschrift, da ging die Kamera von XY ein Tag vor der entsprechenden Hochzeit kaputt, weshalb es nur Handyfotos von der Hochzeit gab. Auf einer Hochzeit waren mindestens die Hälfte der Fotos überbelichtet und verwackelt und es fehlten wichtige Momente – und die Braut war darüber tottraurig: „das war die größte Fehlentscheidung“. Eine ehemalige Braut schrieb uns, dass sie den Vergleich von ihren Hochzeitsbildern und den von Freunden haben, die keinen Fotografen hatten und es wäre extrem, wie viel mehr emotional unsere Bilder wären. Was XY auf jeden Fall fehlt, ist die Erfahrung und wenn es ganz schlimm kommt, auch der Blick und das Gefühl für die Hochzeitsfotografie. Am Ende bleibt da dieser Konflikt: ein trauriges Brautpaar, dass aber auch niemanden verletzen will und sich gar nicht traut etwas zu sagen. „Nie wieder Bekannte!“ – hieß es in einer Nachricht.

Und auch aus Sicht von XY. So viele haben uns geschrieben, auch liebe Kollegen, dass feiern und fotografieren gleichzeitig einfach nicht möglich ist. Entweder bin ich konzentriert und aufmerksam bei der Sache oder ich feiere. Eins von beidem bleibt immer auf der Strecke. Will man wirklich, dass ein Mensch, den man von Herzen bei seiner Hochzeit dabei haben will, die Hochzeit nur durch den Sucher oder das Display miterlebt?

 

 

Und dann gibt es da die Hochzeitsfotografen. Wir sprechen jetzt mal für uns, aber das alles ist natürlich auf so viele großartige Kollegen übertragbar. Wir fotografieren nun seit fünf Jahren Hochzeiten. Wir haben so viel erlebt, haben Routine, Professionalität, agieren als eingespieltes Team. Wir können auf unerwartete Geschehnisse sowie auf wechselnde Lichtverhältnisse blitzschnell reagieren. Wir haben ein breitgefächertes Equipment aus lichtstarken Objektiven, welches uns ermöglicht, auch bei schlechteren Lichtverhältnisse, wie etwa in Kirchen, ohne Blitz zu fotografieren und damit so unauffällig wie nur möglich arbeiten zu können. Für den Abend sind wir mit Blitztechnik ausgestattet. Alles ist immer auf dem neusten Stand. Wir bereiten uns auf jede Hochzeit intensiv vor, geben auch aus unseren Erfahrungswerten wertvolle Tipps an unsere Brautpaare weiter. Auch hierzu gab es eine Nachricht: „Es ist mega, wie ihr das macht! An die Sache mit den Handys in der Kirche … an sowas hätten wir gar nicht gedacht.“

Wir haben Back-up-Kameras dabei … keine Fotos wegen einer defekten Kamera – gibt’s nicht. Wir arbeiten mit Kameras mit doppelten Kartenslot – auch hier eine extra Absicherung, sollte mal eine Karte nicht mehr funktionsfähig sein.
Wir haben Routine im Umgang mit Regen, wir sind stets motiviert und kreativ. Wir bilden uns fort.
Und selbst den Punkt mit dem Vertrauen können wir entkräften. Wir lernen unsere Brautpaare in einem Vorgespräch kennen, wir haben ein extra Angebot für ein Engagement-Shooting, wir bereiten uns über einen Steckbrief vor. Ein freundschaftliches Verhältnis zu unseren Paaren ist uns ganz wichtig. Und wir bekommen immer und immer wieder die Rückmeldung, dass das Shooting sooo Spaß gemacht hat. Wir genießen diese Zeit einfach und das ist genau das, was auch ihr an eurem Hochzeitstag machen sollt: diese kurze Zeit des Shootings ist euer kleiner Raum zum Durchzuatmen, die Zeit zu Zweit zu genießen, sich wahrzunehmen. Das ihr euch dabei pudelwohl fühlt, ist unsere Aufgabe. Ihr könnt euch fallen lassen, unserer Erfahrung einfach vertrauen. Und niemand muss auch nur ansatzweise Modelerfahrung haben oder sich davor fürchten. Wenn wir versprechen, dass ihr euch einfach fallen lassen könnt, einfach genießen sollt, dann meinen wir das auch genau so. Es gibt kaum ein Paar, dass bei diesem Punkt keine Bedenken hat, denn so viele Menschen werden gar nicht gerne fotografiert. Aber glaubt uns: ihr werdet wunderschön aussehen. Ihr werdet all diese Gefühle, die ihr an diesem Tag habt, beim Anschauen der Fotos wieder fühlen. Ganz viele der Fotos entstehen, wenn ihr es gar nicht merkt, es sind die Augenblicke, in denen ihr gar nicht darüber nachdenkt, dass das gerade eine Shooting ist.

Viele Paare melden uns auch zurück, dass sie sich gefreut haben, dass auch wir als Menschen Teil ihrer Hochzeit waren „Ihr seid einfach immer am strahlen – das haben uns auch so viel unserer Gäste rückgemeldet!“.

 

 

Und so gut wir uns auch verstehen: wir haben die nötige Distanz. Es wird alles und jeder eurer Hochzeit fotografiert und eingefangen, von der Deko bis hin zu jedem einzelnen Gast – in ehrlichen Bildern, in denen wir mit Ebenen arbeiten, mit Tiefenschärfe spielen, denen wir Lebendigkeit verpassen. Fotos von euren Gästen, wie sie mit euch ausgelassen feiern, lachen und weinen. Fotos, auf denen ihr seht, wie sie euer Fest genossen haben und mit euch diesen Tag einzigartig gemacht haben. Und trotzdem mischen wir uns unter eure Gäste, arbeiten so, dass sich keiner permanent fotografiert fühlt. Uns erreichen auf jeder Feier so viele Komplimente und liebe Worte, dass man uns anmerkt, mit wieviel Gefühl und Leidenschaft wir diese Arbeit machen und gleichzeitig wie Gäste Teil dieser Hochzeit sind.

Und nach der Hochzeit? Müsst ihr euch um nichts kümmern. Wenn wir die Fotos sortiert und bearbeitet haben – auch etwas, was Erfahrung und Gefühl für die Sache bedarf – bekommt ihr sie in einem liebevoll gepackten hochwertigen Päckchen auf USB-Stick samt kleiner Überraschung und vielleicht noch mit einem Fotobuch nach Hause geliefert. Die passwortgeschützte Online-Galerie, die dabei ist, könnt ihr direkt mit all euren Gästen teilen. Und euch immer und immer wieder an diesen Tag zurückerinnern. Ihr erhaltet Fotos, die euch, eure Liebsten, euren Tag so authentisch zeigen, dass ihr euch immer und immer wieder zurückfühlen könnt. „Wie oft wir die Bilder auch anschauen, wir sehen immer wieder neue kleine Details und haben dann das Gefühl den Tag nochmal zu erleben…sogar mehr davon zu erleben, weil so vieles an uns vorbei gerauscht ist, was wir gar nicht richtig mitbekommen haben.“

 

 

Wenn man all das bedenkt und einem Fotos sowieso wichtig sind, dann kann die Antwort auf die Frage dieses Beitrags nur lauten: JA! Wir brauchen einen Fotografen für unsere Hochzeit.

Das gilt für ganz kleine und private Feiern, weil auch hier die Fotos an alle Emotionen des Tages erinnern. Aber auch gerade bei großen Hochzeiten kann es eigentlich keine andere Antwort geben. Ihr müsstet ja nicht so viel Geld, Zeit und Arbeit in diesen Tag stecken. Aber ihr habt euch dafür entschieden: ihr wollt eure Liebe feiern. Ihr investiert in gutes Essen, traumhafte Deko und Blumen, in ein wunderschönes Kleid, einen tollen Anzug … und dieser Tag in all seinen Facetten wird vorbeigehen. Das, was bleibt, sind am Ende die Erinnungen. Und Erinnerungen können verblassen. Aber die Fotos bleiben und führen uns in Gedanken immer wieder zurück.

 

 

Wir möchten den beiden Brautpaaren und deren Gäste danken, die uns die Vergleichsbilder zur Verfügung gestellt haben, um diesen Beitrag ein bisschen zu visualisieren.

Es gibt in allen gezeigten Momenten von uns immer mindestens zwei Perspektiven, allerdings wollten wir uns für den direkten Vergleich auf ein Bild beschränken. Solltet ihr jetzt sagen „Moment mal, da sieht man aber gar nicht alle Personen“ – dann sprecht uns gerne darauf an. Wir zeigen bei euch Interesse gerne, dass es auch ein solches Bild gibt.
Vielleicht wird es zu diesem Blogpost auch irgendwann ein Part2 geben – bei dem wir auf die einzelnen Elemente des Hochzeitstages eingehen. Das fänden wir auch noch ganz spannend.

Zum Ende noch zu den zwei Nachrichten mit negativen Fotografen-Erlebnissen. Dies hat für uns ein zweites wichtiges Thema eröffnet: Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Fotografen achten?
Es wurde uns von einem Fotografen, der zu spät und schlecht gelaunt kam, sowie von einem, der einfach wichtige Momente gar nicht festgehalten hat, berichtet. Das ist ein Thema, dass wir gerne separat aufgreifen möchten. Dazu ganz bald mehr.

Wir hoffen, ihr konntet euch euer eigenes Bild zu diesem Thema machen. Gerade für Paare, die sich für einen Hochzeitsfotografen entscheiden und da in Familie und Freundeskreis Gegenwind bekommen („Warum gibst du dafür so viel Geld aus?“), bietet der Blogpost hoffentlich ein paar gute Argumente. Spätestens, wenn diese die Bilder nach der Hochzeit sehen, wird ihre Meinung eine ganz andere sein. Das haben wir schon ganz oft erlebt – und das ist natürlich auch ein wunderbares Kompliment.

 

 

 

 

Weitere Zitate aus den Nachrichten:

„Diesen Tag bringt dir niemand wieder. Es sind allein die Erinnerungen, die zurück bleiben und die kommen beim Durchsehen der Bilder immer wieder hoch.“

"Dann kommt auch noch hinzu - die Person, der ich so vertraue, dass sie die Bilder macht - fehlt auf allen Fotos. DAs wäre für mich undenkbar auf meine Schwester oder meinen Papa zu verzichten."

"Das macht ja auch keine Verwandtschaft (professionelle Bildbearbeitung). Wir geben an dem Tag so viel Geld für unser gutes Aussehen aus (Kleid, Anzug, Schmuck, Styling). Das MUSS professionell festgehalten werden - schöner werden wir nicht mehr"

"Ich bin sehr froh, euch gebucht zu haben. [...] Ihr habt den besseren Blickwinkel, das Auge fürs Detail und ich hab uns auf den Bildern und nicht nur Hintergrund und irgendwo in klein das Brautpaar."
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