Kennt ihr das? Ihr habt gerade ein paar Minuten Luft und versinkt mal wieder in Fotos. Wir haben das ganz oft. Ob es jetzt Handybilder sind, oder Bilder an der Wand, gestaltete Fotobücher oder schöne traditionelle Fotoalben… Fotos haben einen enormen Stellenwert für uns. Sie zeigen uns die Menschen, die wir lieben. Sie führen uns auch in eine vergangene Zeit, Erinnerungen, Momente, Verbundenheit. Manchmal machen sie einen auch melancholisch. Betrachten wir zum Beispiel Fotos von verstorbenen geliebten Menschen, erfüllen uns diese mit Wärme in Erinnerung an schöne gemeinsame Zeiten, aber auch mit Trauer. Und betrachten wir Bilder von Annelie, als sie noch ein Baby war, macht uns das unendlich glücklich, aber auch immer ein Stück weit wehmütig, weil die Zeit so schnell vergeht.

Und so wie uns die eigenen Fotos und eigenen Erinnerungen berühren und so viel sie uns bedeuten, so wertschätzen wir auch unsere Arbeit als Fotografen. Wie oft kullern Tränchen beim Sortieren und Bearbeiten von beispielsweise New-Born-Homestorys. Dieser Stolz in den Augen der Eltern, diese Liebe und Wärme. Schließt man die Augen und stellt sich vor, wie dieses Kind später wohl diese Bilder wahrnehmen wird, bekommen wir Gänsehaut. Ganz oft denken wir darüber nach, wie das für Annelie später sein wird, wenn sie all die Fotos und Erinnerungen hat. Von uns gibt es nur einen Bruchteil an Erinnerungen und Bildern und solche, wie die von unseren Familienshootings schon gar nicht. Die meisten Fotos sind gestellte Gruppenbilder oder Einzelbilder „Lach mal“. Habt ihr darüber mal nachgedacht? Was muss es für ein Gefühl sein, sich später zu sehen als Kind, Freude strahlend, mit den Eltern lachend? Oder noch eine Generation weiter: seine Eltern als Kinder spielend mit Oma und Opa zu sehen?
Wenn wir darüber nachdenken, dann wird uns noch klarer, warum wir gerade die ungestellte Fotografie so lieben. Es ist als würde sie Freude, Liebe, Zusammenhalt … einfach den Moment konservieren, ihn greifbar machen für alle Zeit. Auch die gestellten Bilder von uns sind uns heute wichtig. Aber was gäben wir dafür uns auf Bildern echter authentischer Momente zu sehen.

Mit diesen Gedanken starten wir ins Vorweihnachts-Wochenende. Wir verschenken wieder viele Fotogeschenke. Sowieso sollten wir die Fotos nicht nur auf irgendwelchen Speichermedien sammeln. Lasst sie entwickelt, klebt sie ein, hängt sie auf, verschenkt sie, erstellt Fotobücher…lasst sie leben 🙂 für ganz viele Emotionen und die Besinnung auf das Wichtige im Leben: wir und die Menschen, die wir lieben!

Habt frohe und besinnliche Weihnachten und denkt an das ein oder andere Erinnerungsfoto 😉

Und hier noch ein paar Impressionen aus einem wunderschönen Familienshooting im Herbst:

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